Geschichte

Die Schulgeschichte Sugenheims (1570-2012)

Die erste Schule Sugenheims von anno 1570 war im ersten Stock der damaligen Gemeindeschmiede (heutiges Wohnhaus der Familie Bröse). Der Eingang war eine heute nicht mehr vorhandene schmale Türe im Kirchgässchen.
Allmählich bekam die Schule einen höheren Stellenwert und so überlegten die Sugenheimer Räte, die Schulstube im ersten Stock der Gemeindeschmiede durch eine neue Schule zu ersetzen. Am 12. Mai 1833 beschloss die Gemeindeverwaltung, unweit der Kirche ein neues Schulhaus für 100 Kinder zu errichten (heutige Gemeindekanzlei).


Gemeindeschmiede im Jahre 1926, im ersten Stock befand sich die Schulstube (Unterricht von 1570 -1840).


Schulhaus um ca. 1935 mit Lehrer Brecheis (Unterricht von 1840 – 1951)

 

Der Schulhausbau von 1879


Kleine Schule um ca. 1950 (Klassen 1 bis 3), ab 1953 diente sie als Kindergarten

Die Schule wurde abermals zu klein. Am 03. Dez.1878 wurde durch die Sugenheimer Räte beschlossen, ein zweites Schulhaus zu bauen. Die zweite Schule liegt nicht weit von der bestehenden Schule von 1840 entfernt. Sie wird später als kleine Schule bezeichnet, weil hier die Klassen 1 bis 3 unterrichtet werden. Heute würden wir sie als Grundschule bezeichnen, die große Schule von 1840 als Hauptschule.

Der Schulhausneubau von 1951


Neues Schulgebäude – Bild von 1952

Nach dem 2. Weltkrieg wurde bereits im Jahre 1948 der Bau einer neuen Schule geplant. Die ansteigende Kinderzahl, im Zuge der Zuwanderung durch Flüchtlinge nach dem Krieg, machte einen Neubau dringend notwendig. Mit einem Kostenaufwand in Höhe von 95.000 DM konnte in der noch im Rohbau befindlichen Schule, ab den Jahr 1951, bereits unterrichtet werden. Die Schule umfasst vier Klassenräume und wird heute noch als solche genutzt.

Der Schulhausneubau von 1975


Neues Schulgebäude seit 1975

Zuge der Landschulreform, wurde eine räumliche Trennung der verschiedenen Jahrgänge verlangt. Für jede Klasse musste also ein Klassenzimmer geschaffen werden. In dieser schulpolitischen bewegten Zeit wurde das 9. Pflichtschuljahr eingeführt und die Volksschulen in Grund- und Hauptschulen umgewandelt. 1968 wurden zunächst einzelne Klassen in die vorhandenen Schulhäuser der Ortschaften untergebracht.
Abermals, am 19. März 1974, beschloss der Sugenheimer Gemeinderat ein neues zentrales Schulhaus zu errichten. Dies sollte der 4. Schulhausneubau in der Sugenheimer Geschichte werden. Ende Februar 1975 wurde bereits das Richtfest gefeiert und im gleichen Jahr die Schule den ca. 400 Kindern übergeben. Ab Dezember 1975 standen auch eine Turnhalle sowie eine Rasensportanlage zur Verfügung.

2006/07 - Schule Sugenheim wird zur "reinen" Grundschule

Ab den Schuljahr 2007/08 wird die Ehegrundschule Sugenheim eine reine Grundschule sein, die die Jahrgänge 1. bis 4. beherbergt.

Jüdische Schule (1756-1924)


Ehemalige jüdische Schule, sie steht zu einem Wohnhaus umgebaut, heute noch.

Seit 1750 wurde den Juden in Sugenheim erlaubt, eine Betstube (Synagoge) einzurichten. Dieses jüdisches Gotteshaus war gleichzeitig die jüdische Schule. Einen Rabbiner hatte die jüdische Gemeinde nicht, sondern einen Vorbeter, der auch die Funktion des Lehrers ausübte. Der Unterricht war fast nur auf das religiöse Gebiet beschränkt. Im Jahre 1924 wurde die jüdische Schule stillgelegt und die Kinder besuchten die Schulen am Ort.